Die Schmuck-Sammlung

Die Schmuck-Sammlung der Danner-Stiftung umfasst bisher 487 international hervorragende Werke der Schmuckkunst nach 1945. Einen Schwerpunkt bilden dabei vor allem jene Stilströmungen seit 1960, die zu einem neuen, freieren Verständnis von Schmuck beigetragen haben. Nicht mehr allein das edle Material zählt, sondern vor allem auch die schöpferische Idee und Eigenständigkeit der Arbeit – der Gold- und Silberschmied als Handwerker und Künstler in einer Person.

Der Entschluss der Stiftung, diese umfangreiche Sammlung aufzubauen, hat viele Gründe und liegt doch nahe. Die Schmuckkunst nimmt im Kunsthandwerk in Bayern traditionell eine beherrschende Position ein. München und Nürnberg haben sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zu bedeutenden Zentren entwickelt, die zahlreiche Gold- und Silberschmiede anziehen und von denen umgekehrt einflussreiche Anregungen weltweit ausstrahlen. Die beiden Akademien der bildenden Künste in München und Nürnberg haben daran einen wesentlichen Anteil. Schmuckkunst ist heute ein internationales Phänomen und die entscheidenden Impulse passieren in regem Austausch und Dialog über Kontinente hinweg.

Die Schmuck-Sammlung der Danner-Stiftung greift sowohl die Ideen der großen Klassiker wie auch die der avantgardistischen Tendenzen auf und spiegelt auf höchstem Niveau das facettenreiche Spektrum der zeitgenössischen Schmuckkunst. Vorschläge für den Ankauf von Schmuckobjekten werden von einer fachkundigen, international besetzten Jury unterbreitet. Seit 1999 wird die Schmuck-Sammlung von der Neuen Sammlung - The Design Museum / Pinakothek der Moderne in München betreut, der die Schmuck-Sammlung als Dauerleihgabe anvertraut wurde. In der Pinakothek der Moderne ist diese Sammlung, die kontinuierlich weiter ausgebaut wird, in ständiger Ausstellung in einem eigenen von der Danner-Stiftung gesponserten Raum - der so genannten Danner-Rotunde - seit 6. März 2004 zu sehen.

Die erste Ausstellungskonzeption stammte von den Kuratoren Professor Hermann Jünger und Professor Otto Künzli. 2010 konnte Karl Fritsch für eine Neueinrichtung gewonnen werden, die deutlich andere Akzente setzte als die Vorgänger. Die derzeitige Ausstellung, die im Frühjahr 2014 erstmals präsentiert wurde, hat Professor Otto Künzli kuratiert und sich dabei wieder der ursprünglichen Konzeption von 2004 angenähert.

Die Schmuck-Sammlung umfasst Objekte von folgenden Schmuckkünstlern.

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